, Max Flückiger

EM G/P 10m Yerevan (Armenien)

Vivien Jäggi glänzt silbern

Bei den Europameisterschaften in Armenien konnte aus Schweizer Sicht Vivien Jäggi in jedem Einsatz überzeugen. Für diese starke Präsenz belohnte sie sich beim letzten Einsatz mit dem Gewinn der Silbermedaille. Im Goldmatch hatte Damia Kose etwas mehr Glück und siegte 15:14.

Zum Auftakt der Europameisterschaften 10m in Armenien schoss Vivien Jäggi zusammen mit Partner Fabio Wyrsch in der Mixed-Qualifikation zwar wie gewohnt gut, doch das reichte dem Duo im hochklassigen Feld nur zu Rang 16. Zum Einzug ins Finale fehlten 3,5 Punkte. Nicht richtig auf Touren kamen in diesem Wettkampf Jan Lochbihler und Audrey Gogniat. Den Titelverteigern keine wirklich gute Serie. Nach dem Qualifikationssieg liess Norwegen auch im Final nichts anbrennen und siegte vor Deutschland.

Auch im Einzel bewies Vivien Jäggi ihre bestechende Form, schoss starke 630,7 Punkte. Doch in diesem Klassefeld reichte das gerade mal zu Rang 18. 1,2 Pünktchen betrug der Rückstand auf Rang 8. Emely Jäggi musste in der Startpasse eine Acht wegstecken, schoss danach gut, aber gespickt mit schwächeren Werten. So reichte es nur zu einem Rang im hinteren Mittelfeld. Nur einen Hauch besser war Audrey Gogniat, die dritte Schweizerin. Qualifikationsbeste war die Norwegerin Duestad, die ihre Kolleginnen zum Europarekord und Teamgold führte. Das Finale gewann mit dem letzten Schuss (10,9) die Juniorin Pernilla Nor-Woll. Jan Lochbihler und Fabio Wyrsch kamen nie richtig in Fahrt und landeten weit hinten. Qualifikationsbester war Danilo Solazzo. Der Italiener lieferte auch im Final und holte Gold.

Im Trio Frauen blieben die drei Schweizerinnen bereits in der Qualifikation hängen. Audrey Gogniat, Emely und Vivien Jäggi schossen zwar brav. Um in diesem speziell Format zu bestehen, hätte es aber nicht nur eine starke zweite Passe gebraucht. Zum Sprung ins Viertelfinale fehlten dennoch nur 1,2 Punkte.

Beim Solo zählen geben nur Innerzehner (≥10,3) Punkte. Und in diesem Format erwischte es Jan Lochbihler eiskalt. Mit nur zwei Treffern in der ersten Serie war jede Chance auf ein akzeptables Resultat vertan. Da nützten die folgenden 7 und 9 Treffer nichts mehr. Die Besten hatten 30 oder 29 Punkte. Im Solo der Frauen begann auch Vivien Jäggi mit einen «Nuller», doch danach passierte ihr das nur noch in Schuss zehn. Nach dreissig Schuss lag sie auf Rang drei. Ihrer Schwester Emely fehlte nur wenig, um in Runde 2 zu kommen. Dort überzeugte Vivien Jäggi erneut und verbesserte sich auf Rang zwei und damit für das Goldmatch gegen die Türkin Damia Kose. Dieses Finale bot Spektakel pur, denn beide schossen praktisch nur Zehner, davon blieben bei Jäggi leider einige in der 10,2 stecken und zählten so nicht als Hit. Am Schluss verzeichnete die Solothurnerin einen Hit weniger als Kose. EM-Silber ist Vivien Jäggis Lohn für konstant gute Resultate.

Erivan/Armenien. Europameisterschaften. Gewehr 10m. Mixed. Qualifikation: 1. Norwegen 634,8 (Duestad 315,8/Hegg 319,6), 2. Bulgarien 633,1 (Boyanova 315,3/Rizov 317,8), 3. Schweden 632,8 (Karlsson 315,0/Lindgren 317,8), 4. Deutschland 632,5 (Janssen 315,4/Ulbrich 632,5). 16. Schweiz II 629,1 (Vivien Jäggi 315,5/Fabio Wyrsch 313,6), 47. Schweiz I 621,2 (Audrey Gogniat 310,0/Jan Lochbihler 311,2). – Final: 1. Norwegen 506,7 WR, 2. Deutschland  504,4, 3. Schweden 437,8, 4. Bulgarien 370,2.

Frauen. Qualifikation: 1. Jeanette Duestad NOR 635,7, 2. Anna Janssen GER 634,7, 3. Andelija Stevanovic SRB 633,7, 4. Elif Eren TUR 633,4, 5. Pernille Nor-Woll NOR 632,3, 6. 6. Damla Kose TUR 632,2, 7. Eszter Denes 632,0, 8. Maja Gawenda POL 631,9, 18. Vivien Jäggi 630,7, 58. Audrey Gogniat 625,3, 61. Emely Jäggi 624,9. – Teams: 1. Norwegen 1897,3, ER, 2. Türkei 1895,5, 3. Serbien 1895,2, 4. Deutschland 1894,25. Polen 1890,3, 9. Schweiz 1880,9. – Final: 1. Nor-Woll 253,7 ER, 1. Janssen 253,4, 3. Eren 230,6, 4. Duestad 209,1.

Trio Frauen. Qualifikation: 1. Norwegen 635,3 (Nor-Woll 213,0; Duestad 212,2, Berg 210,1), 2. Türkey 633,3, 3. Ungarn 630,5, 4. Polen 629,3, 5. Deutschland 628,3, 6. Bulgarien 628,5, 7. Serbien 628,3, 8. Schweden 628,2, 9. Tschechien 628,0, 10. Schweiz 627,1 (Audrey Gogniat 209,8, Vivien Jäggi 208,7, Emely Jäggi 208,6), 11. Rumänien 226,1, 12. Kroation 625,9, 13. Griechenland 625,8. – Viertelfinal: 1. Norwegen 633,2, 2. Ungarn 630,3, 3. Serbien 629,8, 4. Deutschland 629,8, 5. Polen 628,8. - Halbfinal: 1. Deutschland 631,5, 2. Norwegen 631,2. 3. Serbien 626,7, 4. Ungarn 625,5. – Goldmatch:

Männer. Qualifikation: 1. Danilo Solazzo ITA 635,9, 2. Maximilian Ulbrich GER 634,3, 3. Jon Hegg NOR 634,2, 4. Victor Lindgren SWE 633,7, 5. Peter Sidi ROU 632,7, 6. Istvan Peni HUN 632,5, 7. Miran Maricic CRO 632,2, 8. Ole Halvorsen NOR 632,1, 44. Fabio Wyrsch 626,9, 49. Jan Lochbihler 626,6. – Final: 1. Solazzo 252,8, 2. Lindgren 252,4, 3. Halvorsen 230,1, 4. Hegg 230,1.

Solo Männer. Qualifikation: 1. Josip Sikavica CRO 30, 2. Maximilian Ulbrich GER 29, 3. David Hrckulak CZE 29, 4. Viktor Lindgren 28, 5. Ilia Marsov AIN 28, 6. Jesus Oviedo ESP 28,  10. Aleksa Rakonjac SRB 27, 11. Sergei Novoselov AIN 27, 16. Amir Memisevic BIH 26. 41. Fabio Wyrsch 23, 53. Jan Lochbihler 18. – Teil 2: 1. Ulbrich 58 ER, 2. Sikavica 57, 3. Rankonjak 56, 4. Novoselov 54. – Bronzematch: Rakonjak s. Novoselov  15:13. - Goldmatch: Sikavica s. Ulbrich 15:14.

Solo Frauen: 1. Eszter Denes HUN 30, 2. Mariia Vasileva AIN 29, 3. Vivien Jäggi 28, 4. Amanda Karlsson SWE 28, 5. Andelija Stefanovic SRB 27, 6. Damia Kose TUR 27, 7. Eva Melenta AIN 27, 8. Natalia Kochanska POL 27, 9. Varvara Kardakova AIN 26, 11. Hanna Bühlmeier GER 26, 16. Anete Tukisa LAT 25. 28. Emely Jaeggi 24. 36. Audrey Gogniat 23. – Teil 2: 1. Kose 56 ER, 2. Vivien Jäggi 55 ERJ, 3. Hanna Bühlmeier GER 54, 4, Vasileva 53. – Bronzematch: Bühlmeier s. Vasileva 15:14. - Goldmatch: Damia Kose s. Vivien  Jäggi 15:14.

Max Flückiger