, Max Flückiger

EM G/P 10m in Osijek/Kroatien II

Enttäuschung zum EM-Schluss

Auch im neu geschaffenen Format Solo wussten die SOSV-Juniorinnen an der EM zu gefallen, dem Einzug in Runde 2 kam Luena Romancuk am nächsten. Im abschliessenden Trio-Wettkämpf mussten sich die Schweizerinnen mit Rang elf begnügen.

Im Format Solo schiessen alle in der Qualifikation 1 je dreissig Schuss. Als Treffer gelten nur Innerzehner (10,3+/ Pistole: 9,8+). Die besten 16 (+ Punktgleiche) schiessen in der Qualifikation 2 weitere 30 Schuss. Die besten zwei nach sechzig Schuss schiessen danach um Gold, Rang 3 und 4 um Bronze. In beiden Finals gewinnt, wer zuerst 15 Hits erreicht.

Dieses Format scheint den Solothurnerinnen nicht ganz zu liegen. Sie schossen in den total 120 Schuss zwar 116 Zehner, aber davon fanden zu wenige den Weg zum Innenzehner. So wurde Luena Romancuk mit 23 Treffern beste des Quartetts. Sie verpasste damit die zweite Runde um einen Treffer und belegte Schlussrang 23. Emely Jäggi folgte mit 22, Vivien Jäggi und Alexia Tela 21 Treffern, was Mitteldfeldklassierungen brachte. Romancuk und Emely Jäggi waren mässig gestartet, Vivien Jäggi und Alexia Tela bauten nach gutem Beginn leicht ab. Beste des ersten Durchgangs war die Türkin Elif Altun mit 27 Treffern gefolgt von sechs Schützinnen mit 26. Altun blieb auch in Runde zwei an der Spitze, die Ungarin Reka Toma schob sich noch auf Rang zwei vor. Das Goldmatch gewann Altun ganz knapp.

Im letzten Wettkampf der Junioren-EM waren in der Qualifikation im Trio je 20 Schuss gefordert. Die besten acht Teams schafften es ins Viertelfinale, dort die besten zwei ins Gold- die nächsten zwei ins Bronzematch. Da rechneten die Fans natürlich zumindest mit dem Einzug ins Viertelfinale, wenn nicht gar mit einer Medaille. Bei halbem Programm lag das Trio noch einigermassen gut auf Kurs, doch dann lief es bei Alexia Tela und Emely Jäggi nicht mehr rund, einzig Vivien Jäggi konnte leicht steiger. So blieb nur der entäuschende elfte Platz, der Rückstand auf Rang betrug 2,2 Punkte. Die wären mit Normalleistungen leicht machbar gewesen, aber vielleicht freuten sich die drei schon auf die Heimreise. Im Viertelfinal waren die Norwegerinnen erneut die besten. Die Ukraine holte Rang 2 vor Polen und Deutschland. Das  Goldmatch verlief auf höchstem Niveau. Selbst 31,8 Punkte reichten nicht immer zum Punktgewinn. Am Schluss zwangen die Norwegerinnen das Glück auf ihre Seite.

Am 9. März stehen die ersten EM-Entscheidung der Elite an.

Osijek/Kroatien. Junioren-EM Gewehr 10m. Juniorinnen Solo. Qualifikation 1: 1. Elif Altun TUR 27  Treffer, 2. Sofija Adamoviv SRB 26, 3. Wilhelmina Woskowiak POL 26, 4. Dominika Skarupska POL 26, 5. Kamila Lutowska POL 26, 4. 5. Barbora Dubska CZE 26, 6. Victoria Lutowska AIN 26. 23. Luena Romancuk, Riedholz 23,  33. Emely Jäggi, Niederbuchsiten 22, 43. Vivien Jäggi, Niederbuchsiten 21, 46. Alexia Tela Winistorf 21. 59. Ekaterina Chenikova, Corcelles 19, 69. Martina Herrli, Davos 16. 80 klassiert. – Qualifikation 2: 1. Altun 53, 2. Reka Toma HUN 51, 3. Woskowiak 51, 4. Anastasia Zivkovic SRB 50. – Bronzematch: Zivkovi s. Woskowiak 15:8. – Goldmatch: Altun s. Toma 15:12.

Trio Juniorinnen. Qualifikation: 1. Norwegen 628,3 (Permille Nor-Woll 209,2, Synnoeve Berg 211,4, Andrea Moen 207,7, 2. Serbien 625,9, 3. Deutschland 625,3, 4. Ukraine 623,9, 5. Ungarn 622,8, 6. Tschechien 622,8, 7. Kroatien 622,4, 8. Olen 621,4, 9. Türkei 620,5, 10. Schweden 619,7, 11.  Schweiz 619,2 (Emely Jäggi 206,7, Vivien Jäggi 206,3, Alexia Tela 206,2 ). 17 klassiert. – Viertelfinal: 1. Norwegen 631,1 (Moen 212,0, Berg 210,5, Per-Woll 208,6), 2. Ukraine 628,4, 3. Polen 627,4, 4. Deutschland 625,4. 5. Ungarn 625,0. – Bronzematch: Deutschland s. Polen 17:9.- Goldmatch: Norwegen s. Ukraine 16:10.

Alle Resultate: swissshooting.ch

Max Flückiger